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KAUST: Smart Home Lösungen zum Leben erwecken

Das Smart Home ist ein alter Hut. Doch Spitzentechnologie, Energieeffizienz und ein vielseitig nutzbares Design machen das lebenswerte Smart Home von morgen aus. Lesen Sie, welche Smart Home Lösungen Creaholic für die KAUST University mitentwickelt hat.

Lebenswert: das Smart Home der Zukunft

Schauen wir uns die Ausgangslage an: Die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi-Arabien ist bekannt für ihre interdisziplinäre und kollaborative Forschung sowie die Lehre auf Graduiertenstufe. Auf dem KAUST-Campus, gelegen in einer einzigartigen Umwelt am Roten Meer, gibt es etwa 3'500 Häuser und Wohnungen für Studierende und Dozierende.

Diese Wohnanlagen sind jedoch nicht für die vorherrschende Hitze geeignet – diese liegen schliesslich in einem Wüstengebiet. So gingen zum Beispiel die Pflanzen in den Gärten regelmässig ein und es gab nicht genug Schatten, um draussen zu sitzen. Auch mussten die Jalousien den ganzen Tag geschlossen sein, damit es in den Innenräumen nicht zu warm wurde. Das wiederum führte zu einer schlechten Luftqualität in den Räumen. Deshalb machte sich das Team von KAUST-Smart daran, dieses gewöhnliche Haus in einen «intelligenten» Lebensraum zu verwandeln. Das Ziel war es, Funktionen und Ideen im Smart Home der Zukunft zu testen, um zu sehen, ob sich diese für eine Umsetzung in grösserem Massstab eignen würden.

In Zusammenarbeit mit Treehouse Innovation und dem KAUST-Smart-Team haben wir uns für einen Human-Centred Design Ansatz entschieden. So konnten wir sicherstellen, dass das Design nicht von Technik oder Gadgets bestimmt wird.

Gemeinsam machten wir uns daran, ein modernes, nachhaltiges Haus zu entwickeln – basierend auf den tatsächlichen Wünschen, Bedürfnissen und Ideen der Campus-Bewohner:innen.

Smarte Lösungen für Energieeffizienz

Vor dem Ausbruch der Pandemie hatten die Creaholicer Mario Weiss und Hampe Wyss ein Treffen mit 15 internationalen Innovatoren auf dem KAUST-Campus geplant. Wir wissen alle nur zu gut, wie schnell sich alles änderte. Aufgrund von Reisebeschränkungen konnte sich das Team, dessen Mitglieder in der Schweiz, in England und in Saudi-Arabien sassen, nicht persönlich treffen. Stattdessen nutzten sie die Online-Plattform Sprintbase, um das Projekt zu starten und durchzuführen.

Das Ziel des sechswöchigen Design-Sprints war es, die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen und Gestaltungsprinzipien zu entwickeln, welche das Leben der Bewohner:innen und ihr Zuhause verbessern. Das Team begann mit Interviews mit mehr als 75 Bewohner:innen, um herauszufinden, was diese als wichtig erachten. Daraufhin wurden die Erkenntnisse gesammelt, Anforderungen ans Design definiert und Ideen getestet.

Auf diese Weise entstanden sechs Prinzipien (siehe unten). Diese inspirierten und leiteten das internationale Architektur- und Ingenieurteam dabei, das intelligente Haus zum Leben zu erwecken.

«Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell die Erkenntnisse und Ideen, welche das Team gesammelt hatte, sowie die Designprinzipien, die wir gemeinsam entwickelt hatten, vom Architektur- und Ingenieurteam aufgenommen wurden», sagt Mario.

Vom Bildschirm in die Wirklichkeit

Die häufigsten Anliegen und Wünsche der Gemeindemitglieder:innen führten zu sechs Designprinzipien:

  1. Effizientes Ressourcenmanagement

  2. Verbindung zur Natur – fürs Wohlbefinden

  3. Die Möglichkeit, das Zuhause im Laufe der Zeit flexibel an sich ändernde Bedürfnisse anzupassen

  4. Ein bewusst integrativ gestaltetes Umfeld

  5. «Feel-at-home customisation»

  6. Werte der KAUST-Community

Einige dieser Ideen wurden von Mario skizziert, um die Designprinzipien greifbarer zu machen. Sie dienten als Inspirationsquelle für die Architektur des Smart Home.

Die Prinzipien bildeten die Leitlinien für die Teams von Creaholic, Treehouse Innovation und KAUST-Smart und gewährleisteten, dass wir mit unseren Entwürfen und Ideen nahe an den Bewohner:innen blieben. Wichtig war es uns, ein Lebensumfeld zu schaffen, welches nicht von Technologie abhängt, sondern von ihr bereichert wird.

Grün, inklusiv und kühl

Aus den Interviews mit den Bewohner:innen konnten wir die gemeinsamen Wünsche und Bedürfnisse herausarbeiten:

  • Mehr Pflanzen im Haus, weil es oft zu heiss ist, um nach draussen zu gehen und diese zu pflegen

  • Inklusion als Standard bei Inneneinrichtung und Architektur, d. h. breitere Türrahmen und Haltegriffe im Bad (und zwar nicht erst im Nachhinein eingebaut)

  • Flexibilität bei der Nutzung offener Räume; Möglichkeiten, diese bei Bedarf zu verkleinern

  • Zweckmässig designte Fenster, Gänge und Türen, um Energieeffizienz, Luftzirkulation und Luftqualität zu verbessern

Aus 100 mach 10: Mehr als hundert Ideen wurden schliesslich auf zehn kondensiert. Einige der konkreten Ideen, zu deren Umsetzung Creaholic beigetragen hat, sind:

  • Bewegliche und erweiterbare Wände und Hausmodule

  • Fensterläden, die sich automatisch öffnen/schliessen, um einen Hitzestau zu verhindern

  • Lichtschächte, welche die Luft zirkulieren lassen und das Sonnenlicht auf die Bepflanzung im Inneren des Hauses lenken

  • Sitzbereiche im Freien, welche in den Boden eingelassen sind, wo es kühler ist

  • Drohnenlandeplatz auf dem Dach und System zur Paketzustellung

(Smartes) Zuhause ist, wo’s am schönsten ist

Anfangs 2022 wurde das KAUST Smart Home of the Future fertiggestellt. Es ist nahezu klimaneutral (was eine enorme Leistung in der Wüste darstellt) und erhielt als Bestätigung seiner Nachhaltigkeit eine LEED-Zertifizierung in Platin. Der Spitzname des KAUST Smart Home of the Future ist «liveable lab», also «bewohnbares Labor». Das passt einfach ausgezeichnet! Schliesslich ermöglicht es auf der einen Seite ein herausragendes Wohnerlebnis und Energieeffizienz. Auf der anderen Seite lebt das Haus selbst auch ein Stück weit, denn die Attribute, welche es zu einem Smart Home machen, können immer weiterentwickelt werden.

Smart Homes galten einst als der Gipfel der digitalen Transformation – doch wir sind angekommen. Und wir bei Creaholic sind davon überzeugt, dass ein Smart Home nicht nur das Leben seiner Bewohner:innen verbessern muss, sondern auch den Planeten so wenig wie möglich belasten darf. Dieses Projekt war der Beweis dafür, dass wir hier ein optimales Gleichgewicht finden können.

Welche smarten Lösungen wünschen Sie sich?

Ganz gleich, ob Sie ein Smart Home bauen oder auch Ihre Kund:innen im Produktentwicklungsprojekt effektiv involvieren möchten: Wir können Sie unterstützen!

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