Kapitel 01
1985–1990
Createc
Ein Erfinder, ein Schreibtisch in Biel und ein erster Kunde, der alles Weitere möglich machte.
Unsere Geschichte
Durchbrüche. Misserfolge. Patente. Spin-offs. Und eine Menge Lektionen, die wir auf die harte Tour gelernt haben.
1985
Kapitel 01Createc
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Kapitel 01
1985–1990
Ein Erfinder, ein Schreibtisch in Biel und ein erster Kunde, der alles Weitere möglich machte.

Elmar Mock gründete Createc 1986. 1994 wurde das Unternehmen in Creaholic umbenannt.

Creaholics erster grosser Kunde war der schwedische Verpackungskonzern Tetra Pak. Die Zusammenarbeit gab dem jungen Unternehmen seinen frühen Schwung und erlaubte ihm, seine Innovations- und Erfindungsberatung weit über eine einzelne Branche hinaus auszudehnen. Der erste Auftrag: eine Hochgeschwindigkeits-Spritzprägetechnologie zum Umspritzen von Karton.
Von 1986 bis 1993 unterrichtete der Gründer zu 50 Prozent: Berner Fachhochschule Biel, Kunststofftechnik in Windisch und Werkstoffkunde an der FHS St-Imier. Das Unterrichten finanzierte das Erfinden - und von dort kam die erste Anstellung.

Marcel «Mars» Aeschlimann sass in einer von Elmars Vorlesungen, bevor er der erste Ingenieur wurde, den Createc einstellte. Heute ist er Managing Partner und Verwaltungsratspräsident.

Die weltweit erste Bindungsplatte. Mehr Flex und gedämpfte Vibrationen machten modernes Carving erst möglich.


Alberto Tomba und Vreni Schneider gewannen an den Olympischen Spielen 1988 in Calgary vier Goldmedaillen auf der Derbyflex-Bindung.

Neue Fertigungsverfahren und Oberflächen für eine Uhr, deren Zifferblatt aus Stein geschnitten ist.

In-Mould-Labeling, Ultraschallschweissen und Finish - für eine ganze Familie von Telefonhörern.

Neue Uhrenkonzepte mit einem Druck, der ohne Bruch vom Armband über das Zifferblatt läuft.

Ein Mess- und Nachzeichengerät, gemeinsam mit Ronda entwickelt.
Kapitel 02
1990–1995
Ein Interessenkonflikt erzwang einen neuen Namen. Das Partnermodell, das damit kam, prägt das Haus bis heute.


Der Ausgiesser für Tetra Pak entstand im Zweikomponenten-Spritzguss - fertig, um direkt auf die Verpackung gesiegelt zu werden.

Für die STAMPS-Uhr entwickelten wir ein Gehäuse, das Dekorfolien aufnimmt - endlose Zifferblattgestaltung in einer bezahlbaren und wandelbaren Uhr.


Entwicklung der Mikromechanik für ein Hörsystem, das ankommenden analogen Schall über eine Digital-Sound-Processing-Einheit in ein digitales Signal wandelt.

Ein Interessenkonflikt um den Namen erzwang die Änderung. Aus Createc wurde Creaholic.

Der Beginn des Creaholic-Partnermodells - die Regelung, die bis heute bestimmt, wem was gehört und wer bleibt. Damit wurde aus der Firma eines Gründers eine Firma der Partner.

Nicht alles war Auftragsarbeit. Ein intern entwickeltes Rasiererkonzept ging 1994 an KAI in Japan.

Erste WoodWelding-Versuche und Anwendungsideen. Eine Sonotrode und ein thermoplastischer Stift: Der erzeugte Ultraschall lässt den Stift sich in weniger als einer Sekunde im gewählten Material verwurzeln.

Leisere Wechselstrommotoren - und ein Getriebe, das gleich mitoptimiert wurde.
Kapitel 03
1995–2000
Zwei Technologien wurden gross genug für eigene Unternehmen. Das Team verdreifachte sich um sie herum.
In diesen Jahren gegründet

Wieder Tetra Pak: Sterilisation mit explosivem Gas mitten im Blasformen.

Creaholic leitete die technische und logistische Entwicklung des Solarfahrrads und testete es über 1750 km in der australischen World Solar Cycle Challenge.


Mit Krupp Presta und BMW: ein neues System, das die Lenksäule beim Unfall kontrolliert zusammenschiebt.

Eine neue Snowboardbindung, die mit deutlich mehr Schuhgrössen und -formen zurechtkommt.

Sie erfasst Hörgewohnheiten, indem sie Audiodaten komprimiert und speichert - mit stromsparender Signalverarbeitung und Mustererkennung.

Ein neues Gerät rund um ein GSM-gestütztes Ortungssystem.

Strykers röntgendurchlässiges, leichtes Fixateur-externe-System nutzte Hochleistungskunststoffe für eine neue Generation der Traumaversorgung.

Ein Rebranding mit eigener Visitenkarte und neu gestalteter Website - das erste Mal, dass der Gas-Liquid-Solid-Ansatz in den Innovationsprozess selbst eingebaut wurde.
Kapitel 04
2000–2005
Eine ehemalige Seifenfabrik wird zum Atelier. Und das Knochenschweissen bekommt seinen ersten Beweis - an Fleisch vom Metzger um die Ecke.
In diesen Jahren gegründet

Die ersten erfolgreichen BoneWelding-Versuche liefen an Knochen, gekauft beim Metzger im Quartier.
Der Gas-Liquid-Solid-Ansatz zog in ein neu gestaltetes Logo ein, und eine Blume wurde zum Bild, mit dem das Unternehmen seine eigene Struktur beschreibt: Blütenblätter sind die Projekte, Blätter das Team, Wurzeln das Fundament und die Werte.

Der Umzug in die Soapfactory. Ihr historischer Industriecharakter gibt der Arbeit einen Raum, in dem sie stattfinden kann.
Für Stryker Orthopedic. Weniger Reibung, Gewicht und Haltbarkeit im Gleichgewicht: Das Instrument verbessert Präzision, Handlichkeit und Sterilisierbarkeit im OP - für Chirurginnen, Chirurgen und Patienten gleichermassen.

Optimierung des Produktionsprozesses für die druckkompensierten Kartuschen in Inhalationsgeräten.
Eine piezoelektrische Mikrofluidikpumpe, die einen Trichter in Schwingung versetzt und so kontinuierlich Flüssigkeitstropfen ausstösst.

Integration der Elektronik in die Armstrong-Puppen, die sprechen, singen oder heulen, wenn man sie dehnt oder drückt.
Ein patentiertes Audio-Erkennungssystem, das über Fingerprint-Analyse Songs identifiziert, Musikinformationen liefert, die Meldung vereinfacht und den Onlinekauf von Musik unterstützt.
Das Multidirectional Wheel System, entwickelt mit Mikron: ein intuitives, funktionsreiches Scrollrad, eingebaut in Logitechs Tastaturen.
Fixier- und Spannvorrichtungen für eine Stoffbespannung, entwickelt, um ihr die Falten auszutreiben.
Kapitel 05
2005–2010
Der Ultraschall holt seine Auszeichnungen, und eine Duschbrause startet ein Projekt, das zwei Jahrzehnte später beim Verkauf an L'Oréal endet.
In diesen Jahren gegründet

WoodWelding gewinnt die Kategorie High-Tech/Biotech - für ein Ultraschallverfahren, das Knochen ebenso verbindet wie Holz. Dieselbe Technologie, im Spital und auf der Baustelle.

Ein automatisierter Matrixverteiler für die letzte Meile im Telekommunikationsnetz.

Ein Dosiersystem mit eingebautem Messbecher: Flüssigdünger lässt sich messen und ausgiessen, ohne dass etwas danebengeht.

Fortschrittliche automatische Klangverarbeitung in einer runden, unverwechselbaren Form, die bequem am Ohr sitzt. Red Dot Design Award, Gewinner 2007.

Eine umfassende Untersuchung des Milchaufschäumens aus Portionenpackungen.

Die Entwicklung eines wassersparenden Systems beginnt, inspiriert von der Raumfahrt: Wasser wird über aufeinandertreffende Strahlen zerstäubt. Daraus wird Gjosa - 2026 von L'Oréal übernommen.

Konzeption, Bau und Einbau eines Elektroantriebs in einen Fiat 500, der damit zum Plug-in-Parallelhybrid wird.

Design und Entwicklung eines ergonomischen Laser-Optikgeräts, mit dem Augenärztinnen und Augenärzte verschiedene optische Messungen vornehmen. Red Dot, lobende Erwähnung 2009.

Ein schnelles, hochsteifes Fixationsverfahren für Schädeloperationen, aufgebaut auf der Fügetechnologie von WoodWelding mit biologisch abbaubaren Thermoplastelementen.

Eine für Nestlé entwickelte Mischkappe für Konzentrate wird zum Basis-IP des Handwaschsystems Smixin.

Design und Entwicklung des unauffälligen, vollständig verborgenen und austauschbaren Akkusystems für das erste Stromer-E-Bike.


Ein Gerät fürs Netzwerken: Zwei Menschen tauschen ihre Angaben aus, indem sie die Geräte aneinanderhalten.
Kapitel 06
2010–2015
Das Unternehmen benennt, was es tut - und schreibt die Methode auf: 72 Karten, mit denen jede und jeder einen Workshop führen kann.
In diesen Jahren gegründet

Ein künftiges digitales Zugangssystem, das die Reise der Fahrgäste erfasst und automatisch abrechnet.


Ein diskretes, vibrationsbasiertes Gerät gegen Menstruationsschmerzen - und dabei neues IP- und Green-Patent-Terrain.

Joulia entzieht dem Duschwasser im Abfluss die Wärme und gibt sie an das einströmende Kaltwasser weiter. So wird weniger Warmwasser gebraucht, und der Energieverbrauch fürs Duschen sinkt um mehr als einen Drittel.

Ein modulares klinisches Headset für die ambulante Hirnstrommessung und die frühe Erkennung epileptischer Anfälle - Signalqualität gegen Tragbarkeit abgewogen.

Ein tragbarer Halogen-Umluftofen im Test, um herauszufinden, worauf es bei einer guten Pizza in der Küche wirklich ankommt.

Eine günstige, kleine Windturbine mit vertikaler Achse.
72 Karten, um Workshops und Projekte anzustossen, zu planen und zu moderieren - die Gas-Phase aufgeschrieben, damit sie weitergegeben werden kann.

Filternde Verpackung: eine mehrschichtige Membran über dem grössten Teil der Packung, auf einer ausdehnbaren Struktur.

Eine Handmaschine fürs Handwerk, entwickelt mit Blick auf den Möbelbereich und dessen revolutionäre leichte Wabenplatte.

Ein Trainingsgerät, das die Federung eines gespannten Hochseils nachbildet - für einen Artisten, der am Boden üben musste.

Flavia Engelmann, Markenstrategin, kommt dazu, um zu benennen, was Creaholic ist. Man erklärt ihr, was das Unternehmen nicht ist. Sie beobachtet die Arbeit und nennt es professional inventors: zwei Wörter, die wie ein Widerspruch klingen und die zugleich inspirieren und Sicherheit geben.
Kapitel 07
2015–2020
Das Human-Centered-Design-Team der Swisscom kommt dazu, und vier Firmen gehen in denselben fünf Jahren. Das Haus verdoppelt, was es kann.
In diesen Jahren gegründet

25 Personen aus dem Human Centered Design Team der Swisscom wechseln zu Creaholic, Swisscom übernimmt fünf Prozent, und beide Seiten bringen ihr Wissen zusammen.

Die gesamte Nutzererfahrung für ein Laborgerät, das DNA-Schäden nachweist - innen anspruchsvoll, in der Bedienung einfach.

Ein öffentliches E-Bike-Konzept für den Wettbewerb in Paris: ein fliessender Unisex-Rahmen und ein tief sitzender Akku für die Balance.

Das System zur Wärmerückgewinnung trifft, was der Markt verlangt: einfach, robust, nahtlos integrierbar, Plug-and-play und leicht zu warten.

Ein Creaholic-Visionsprojekt - das Erfinderhaus als Musikstück gezeichnet.

Ein Umfragetool, das verändert, wie Unternehmen und die Menschen darin wachsen: Umfrage bauen, Erkenntnisse sammeln, handeln.

Das Inkubationsprojekt startet mit ersten Becheridee und Prototypen, geformt aus Holz.

Ein Visionsprojekt für die Gondel von morgen: eine modulare, kundenzentrierte Kabine, die den Zugang verbessert und neue Nutzungen eröffnet - Ski, Sommer, Stadt und Freizeit.


Praxisnahe Innovationstrainings in Design Thinking, Prototyping, Kreativität, Visualisierung und Storytelling - über siebentausend Menschen haben sie durchlaufen.

Der Gründer von Creaholic und Miterfinder der Swatch wird für den Lebenswerk-Preis des Europäischen Patentamts nominiert. 178 Patentfamilien in drei Jahrzehnten Erfindertätigkeit.

Pulse Feedback, Customer Centricity Score und Looping: drei Werkzeuge, mit denen eine Organisation Feedback sammelt, Bedürfnisse versteht und sich weiterentwickelt.

Die Zukunft der Mobilität gestalten - von neuen Geschäftsmodellen im Zürcher Hauptbahnhof bis zu ressourcenschonender Bremstechnik.

Neue Geschäftsmodelle, erprobt mitten im meistfrequentierten Gebäude des Landes.
Kapitel 08
2020–2025
WoodWelding erreicht das Flachpack-Möbel, Gjosa geht an L'Oréal, und das Team wächst auf 65 Personen.
In diesen Jahren gegründet

WoodWelding geht in die Möbelmontage: weniger Zeit für den Zusammenbau und eine schnellere Fertigung.

Eine analoge Schallplattendrehbank und das erste Consumer-Gerät, das zu Hause eine Platte schneidet. Rohling einlegen, Audio anschliessen, Start drücken.

Mit BEKB, ewb und GVB: eine Plattform, die Hauseigentümerinnen und -eigentümer zu nachhaltigem Wohnen führt - Finanzierung, Energielösungen und Gebäudeschutz an einem Ort.

Intrapreneurship skalieren, mit Swisscom, Implenia, CSS, LGT, Schweiz Tourismus und GF.

Intuitive mechanische Konzepte für eine neue Generation von Autoinjektor-Pens mit austauschbarer Fertigspritze.

Organ-on-Chip-Technologie, die präklinische Entscheide schärft, die Kosten der Medikamentenentwicklung senkt und eine echte Alternative zum Tierversuch bietet.

Ein Jahr mit Swisscom für ein neues Versicherungsgeschäft: das Wertversprechen schärfen, testen und in die MySwisscom-App einbauen.

Nachhaltige, autarke Mobilfunkantennen für Swisscom.

Die wassersparende Technologie, die als SoapShow begann und sich am Umgang mit Wasser im Weltraum orientierte, geht an L'Oréal.

85 Projekte und über 55 Patente mit dem Kunden, der die Anfangsjahre möglich machte - Verschlüsse, Siegel und die Prozesse, die sie herstellen.


Ein modularer Interimsarbeitsplatz mit thematischen Zonen und eigener Signaletik, dazu eine Digital-Health-Strategie mit Zukunftsbild und Innovationsrahmen.
Kapitel 09
2025–2030
Ein Verfahren, das Massivholz in Formen presst, die bisher dem Kunststoff gehörten. Das Plakat für diese Jahre ist noch weitgehend leer.
In diesen Jahren gegründet

Ein Abend auf Einladung: ein Gast aus dem Netzwerk im Gespräch mit einem Mitglied des Dream Teams.

Zwei pragmatische Prototypen fürs Entladen von Gepäck, unter realen Bedingungen getestet: machbar, akzeptiert, wirtschaftlich?


Eine zum Patent angemeldete Hochgeschwindigkeits-Holzpresstechnologie: ein industrieller Weg zu den kleinen Objekten und Verpackungen, die heute aus Kunststoff sind.

Für einen führenden Hersteller industrieller Automation: die lohnenden Innovationsfelder und sechs strategische Stossrichtungen für die Gruppenstrategie.
2030 →
Das letzte Plakat reicht bis 2030 und ist grösstenteils leer. Das ist keine Lücke - diese Jahre sind noch nicht passiert.
Das Band ziehen oder Pfeile und Leiste benutzen
40Jahre am Markt
In den vergangenen 40 Jahren haben unzählige Erfinderinnen und Erfinder unsere Geschichte mitgeschrieben. Einige sind geblieben, andere haben neue Wege eingeschlagen. Doch alle haben ihre Spuren hinterlassen.
Und unsere Geschichte wird weitergeschrieben.
Lerne die Menschen kennen, die das nächste Kapitel gestalten. →