Hintergrund
Die Unternehmensgruppe Boehringer Ingelheim (BI) ist eines der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Medikamente von hohem therapeutischen Wert für die Human- und Veterinärmedizin konzentriert hat.
Der Respimat® Soft Mist™ Inhalator ist ein Inhalator der nächsten Generation, der einen sich langsam bewegenden, weichen Nebel erzeugt, der leicht zu inhalieren ist und das Medikament effektiv und zuverlässig in die Lunge von Patienten mit Asthma oder anderen Lungenerkrankungen abgibt. Es wird mechanisch angetrieben und ist daher nicht auf schädliche Aerosol-Treibmittel zur Zerstäubung angewiesen. Das Medikament wird über eine Kartusche, die aus einem in einer Aluminiumhülle eingeschlossenen Kunststoffbehälter besteht, gelagert und in den Inhalator eingeführt.
Herausforderung
Der Kunststoffbehälter wird aus zwei Materialien hergestellt und im Co-Extrusionsblasformverfahren inline geblasen.
Nach dem Extrusionsprozess muss die sehr dünne Innenschicht von der steiferen Aussenschicht ohne Beschädigung abgelöst werden, um den Druckausgleich während des Gebrauchs zu gewährleisten.

Lösung
In mehreren Entwicklungsschritten und in Zusammenarbeit mit dem Team von Boehringer Ingelheim gingen wir von der Konzepterstellung über die Prozessentwicklung, die mechanische Konstruktion und die Vorerprobung bis hin zu den Testläufen in der Produktionslinie.
Wir konnten die Wirksamkeit dieses innovativen neuen Verfahrens nachweisen, indem wir die beiden Schichten trennten und so die korrekte Funktion des Geräts sicherstellten. Dieses Verfahren wird als CCO (cut, crack, open) bezeichnet.

Ergebnisse
Das Verfahren hat sich im realen Einsatz als sehr erfolgreich erwiesen, und tatsächlich hat Boehringer Ingelheim 2014 mehr als 100 Millionen Euro am Standort Dortmund investiert, um die Produktionskapazität für den Respimat-Inhalator auf 44 Millionen Einheiten pro Jahr zu erweitern.

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