Artikel

5. August 2020EventsCulture

Facilitation der Zukunft

Facilitation befähigt zukunftsorientierte Leader dazu, Kollaborationen und Konversationen in wirtschaftlichen Ökosystemen zu führen.

Was ist Facilitation?

In der Creaholic School of Applied Innovation helfen wir Anfängern und erfahrenen Workshop-Leitern, neues Wissen zu erwerben, wirkungsvolle Techniken zu üben und ihr Selbstvertrauen als Facilitatoren zu stärken. Scrum Master, Teamleiter und Produktentwickler schlüpfen in die Facilitator-Rolle, wenn sie Teammitglieder zum Brainstorming zusammenbringen, gemeinsam ausserhalb der gewohnten Bahnen agieren wollen, kollaborative Problemlösungen erarbeiten oder eine geeinte Vision anstreben.

Facilitatoren lernen, wann sie die Führung übernehmen und wann sie sich zurückhalten und zuhören müssen. Außerdem brauchen Facilitatoren Einfühlungsvermögen und sollten die Emotionen und Motivationen von Menschen verstehen. Entgegen der landläufigen Meinung muss man weder einen besonderen Titel noch eine Führungsposition haben, um ein Facilitator zu sein. Alle, die über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen, können und sollen diesen Hut aufsetzen. Oder gibt es auch dafür demnächst eine KI-gesteuerte App?

Die Facilitator-Community zu Gast bei Creaholic

Am 25. Januar begrüßten Angela Haas und Christoph Frei die Mitglieder der Facilitation-Community bei Creaholic zum Alumni-Event, den Philipp Erb und Lukas Richter ausrichteten.

Es war das erste Mal, dass die Veranstaltung nach der pandemiebedingten Unterbrechung stattgefand. Mehr als 30 Teilnehmer aus 10 verschiedenen Unternehmen kamen zusammen, um sich zur Facilitation der Zukunft auszutauschen. Neben aktuellen Themen der Facilitation und zukunftsfähigen Rollenbildern ging es am Event auch darum, Methoden zu üben, die Teams bei der Gestaltung von Zukunft unterstützen – insgesamt ein interaktiver Anlass voller Ansichten, Einsichten und neuer Erkenntnisse für die Community.

Facilitation bleibt zukunftsrelevant – und menschlich

Angelas Präsentation führte in ein Thema ein, das während der gesamten Veranstaltung für Gesprächsstoff sorgte: die Wandlung von Unternehmen von Ego-Systemen hin zu Eco-Systemen.

Angela – und nicht nur sie – ist der Überzeugung, dass Organisationen nur dann zukunftsfähig sind, wenn sie sich erfolgreich mit anderen vernetzen. Und dass Facilitator-Fähigkeiten dabei eine zentrale Rolle spielen werden. So wie Facilitatoren heute die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen, Geschäftseinheiten, Führungsebenen und ganz verschiedenen Menschen und Rollen innerhalb einer Firma fördern, so werden sie in Zukunft ein produktives Zusammenspiel zwischen diversen Organisationen und Akteuren ermöglichen. Damit aus insularen Firmen Teile eines funktionierenden, wirtschaftlichen Ökosystems werden.

Unternehmens-Ökosysteme und die zukünftige Rolle von Facilitatoren

Unter einem Business-Ökosystem versteht man Organisationen, die zur Erfüllung ihrer Geschäftstätigkeit miteinander ein Netzwerk bilden, wobei jede Organisation auf die anderen im Netzwerk einwirkt und auch von ihnen beeinflusst wird. Es entstehen sich ständig weiterentwickelnde Beziehungen, in welchen jede Einheit flexibel und anpassungsfähig sein muss, um wie in einem biologischen Ökosystem zu überleben.

Über die Praxis des „generative listening“ ermöglichen Facilitatoren ein kokreatives Miteinander, in welchem neue Möglichkeiten und Parnterschaften entstehen können. Dank ihrer Skills und mit gezielten Fragestellungen können geübte Facilitatoren ihre Organisation dabei unterstützen, mit Lieferanten, Händlern, Kunden und sogar mit Konkurrenten zusammen die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Vieles verändert sich – aber gewisse Herausforderungen bleiben sich gleich

Sowohl in unseren virtuellen wie auch in den Facilitatortrainings vor Ort kommt ein Thema in der Gruppe jedesmal auf: Moderieren in schwierigen Situationen. Was tun, wenn ein Einzelner den ganzen Workshop „zur Geisel nimmt“, wenn Teile der Gruppe die Veranstaltung lautstark für Zeitverschwendung halten oder ein Teammitglied mit seinem Verhalten auf die Stimmung drückt?

Diese Situationen werden leider auch in Zukunft eintreten. Was Facilitatoren dann brauchen, ist unerschütterliche Empathie und den festen Glauben an die Fähigkeit, Hierarchien und Hindernisse zu überwinden. Zweifellos kann diese Haltung eine Herausforderung sein - aber das ist einer der Gründe, warum Menschen in dieser Rolle auch zukünftig jedwelcher KI überlegen bleiben werden. Während sich Rolle und Kontext von Facilitation weiterentwickeln, kann es beruhigend sein zu wissen, dass einige Dinge gleich bleiben werden: Die Fähigkeiten, kritische Situationen heute zu bewältigen, werden auch für die kritischen Situationen von morgen benötigt.

Facilitator : Katalysator und Kitt

Wie Angela in ihrer Keynote erläuterte, sind die Facilitatoren der Zukunft Katalysatoren. Sie setzen ihre Fähigkeiten ein, um Ko-Kreation, Kollaboration und Konversationen zu fördern. Für zukunftsorientierte Führungskräfte sollten Facilitation-Fähigkeiten oberste Priorität haben, sowohl was sie selber betrifft, wie auch für Teammitglieder und Kolleg:innen in ihrer Organisation.

Facilitatoren sind Katalysatoren von Veränderung und Vernetzung und der Kitt innerhalb der wirtschaftlichen Ökosysteme der Zukunft.

Möchten Sie ein zukunftsgestaltender Facilitator werden?

Kontaktieren Sie uns für Teamschulungen und heben Sie die Skills Ihres Teams in einem massgeschneiderten Training auf das nächste Level.

Weiterlesen